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| HÜRTH AM MAIGLER SEE |
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St. Maria am Brunnen, Alstädten-Burbach
Die Pfarrei St. Maria am Brunnen wurde von Kardinal Frings errichtet nachdem feststand, dass Alstädten durch den Braunkohletagebau für viele Jahre von der Mutterpfarrei St. Katharina, Alt-Hürth abgetrennt sein würde. Burbach gehörte damals zur Pfarrei St. Dionysius, Gleuel. Der Architekt Hans Pörkert hat die Kirche wie ein Zelt geplant (das neue Bundeszelt). Die Stützen stellen die Zeltstangen dar und die Fenster und Mauerfüllungen die Zeltplanen. Die Kirche wurde auf dem damals noch freien Feld zwischen den beiden Orten erbaut und 1962 eingeweiht. Sie greift auf die Tradition des benachbarten ehemaligen Zisterzienserkloster Marienbrunn zurück, wovon auch der Name abgeleitet wurde. Grundlage für den Bau
der Kirche war die Errichtung der Kirchengemeinde St. Maria am Brunnen zu
Alstädten-Burbach durch Kardinal Frings am 1. Juli 1959. Im Vorfeld hatten
Bürger von Alstädten und Burbach bereits 1954 einen Kirchenbauverein
gegründet und durch Sammlung von Geldern den Grundstock für die Finanzierung
der Kirche gelegt. Die Kirche St. Maria
am Brunnen greift auf die Tradition des benachbarten ehemaligen
Zisterzienserklosters Marienbrunn zurück (heute „Kloster Burbach“ genant).
Dieses Kloster wurde 1233 gegründet und durch die Säkularisation 1802
aufgehoben und danach weitgehend abgerissen. Lediglich das ehemalige
Äbtissinnenhaus blieb erhalten. Sakrale Kunstwerke aus dem Kloster befinden
sich jedoch heute in den Kirchen St. Katharina, Alt-Hürth, St. Dionysius,
Hürth-Gleuel und St. Wendelinus, Hürth-Berrenrath und im Schnüttgen-Museum,
Köln.
Im
Jahre 1959 wurde der
Grundstein
gelegt, ein mit Eichenlaub verzierter Stein vom Kölner Dom.
Am 25. September 1960 wurde die Kirche durch
Dechant Krings geweiht. Der Architekt Hans Pörkert aus Kerpen-Horrem hat die Kirche wie ein Zelt geplant (das neue Bundeszelt). Die Stützen stellen die Zeltstangen und die Fenster- und Mauerwerksfüllungen die Zeltplanen dar. Die Kirche hat etwa 200 Sitzplätz
Beim Eintritt in die Kirche fällt der mächtige Altar auf. Hier hat der Künstler entsprechend dem Gabengebet das Brot dargestellt – als Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit - durch ein großes Ährenbündel und einen großen Mühlstein aus dem ehemaligen Kloster Marienbrunn.
Rechts und links sind Szenen aus dem
Alten Testament zu sehen. Zwei Träger (rechts) mit einer übergroßen Weinrebe
sind Symbol für das Land, in dem Milch und Honig fließt. Moses (links) lässt
auf Geheiß Gottes mit seinem Stab Wasser aus einem Felsen sprudeln. Über Jesu Haupt erscheint die Hand des Vaters mit
dem Siegerkranz und zu Jesu Füßen nimmt der Paradiesbaum wie ein Kelch das
Opfer Christi auf.
Der Ambo ist der Mittelpunkt des Wortgottesdienstes.
Egino Weinert stellt hier Szenen der Heilsgeschichte dar. Rechts salbt Maria von Bethanien mit ihren Haaren Jesu
Füße, links ist die Heilung der an Blutungen leidenden Frau dargestellt. Auf
der Rückseite wäscht Jesus Petrus die
Füße und auf der Vorderseite sehen wir Jesu Mahl nach der Auferstehung mit
den Emmausjüngern.
Das Sakramentshaus (Tabernakel) wurde vom Architekten Hans Pörkert entworfen. Es besteht aus drei Mühlsteinen aus der alten Klostermühle. Im Zentrum der strah-lenförmig ausgehenden Mehlrinnen befindet sich der eigentliche Tabernakel, der mit einem Emaillerelief von Egino Weinert geschmückt ist. Die Apostel stehen dort beim letzten Abendmahl fassungslos vor dem großen Wunder.
Das von Olaf Höhnen entworfene Taufbecken ist mit
einem Bronzedeckel
verschlossen, an dessen Spitze
der Heilige Geist
in Gestalt einer Taube thront.Die drei
Bögen auf dem
Deckel weisen auf
die
göttlichen Tugenden ( Glaube,
Hoffnung und Liebe) hin.
Für die Marienstatue diente dem Bildhauer Olaf Höhnen ein Siegel der Zisterzienser-klöster als Vorbild.
Die von P. Weigmann entworfenen Fenster zeigen Szenen um die Gottesmutter aus dem„Glorreichen“ und dem „Freudenreichen“ Rosenkranz.
Die Orgel
wurde von der Kölner Firma
Seifert gebaut. Der Spieltisch hierzu steht auf der Empore.
Der erste Kirchbau geht auf das Jahr 1778 zurück. Eigenständig ist St. Brictius seit 1861, bis dahin bildete Stotzheim einen Teil der Pfarrei Efferen. Die Kirche stand am Friedhof und musste in den dreißiger Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Im September 1936 wurde der Grundstein für unsere Pfarrkirche in ihrer jetzigen Form am heutigen Standort gelegt; die Weihe des neuen Gotteshauses fand bereits am 1. August 1937 statt. Im Krieg erlitt die Kirche erhebliche Schäden, wurde jedoch binnen kurzer Zeit wieder restauriert. Im Jahre 1987 geriet Stotzheim in die Schlagzeilen der Medien, als in den Morgenstunden des 1. Mai St. Brictius durch Brandstiftung bis auf die Grundmauern nieder brannte. Besonders schmerzlich war der Verlust des Altarbildes, welches aus dem Jahre 1496 stammte. Der Wiederaufbau wurde mit viel Energie und Engagement in Angriff genommen, und schon am 27. August 1988 konnte die Kirche durch Weihbischof Walter Jansen erneut ihrer Bestimmung übergeben werden. Von dem Kölner Künstler Toni May wurde ein neues Altar-Triptychon erstellt, welches sich in seinem Darstellungsinhalt an das verloren gegangene anlehnt, aber zusätzlich Szenen und Personen der heutigen Zeit in der Erinnerung zum 1. Mai einbezieht. Der Namenspatron unserer Kirche und Pfarrgemeinde, der heilige Brictius, war der Lieblingsschüler des heiligen Bischofs Martin von Tours. Der heilige Bischof Brictius folgte ihm auf dem Bischofsstuhl von Tours und lebte bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts.
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